Die Serie von Bankomatsprengungen der vergangenen Wochen hat nun auch Reaktionen bei den Geldinstituten ausgelöst. Demnach könnte man künftig vor dem Bankomat seines Vertrauens stehen – und kein Bargeld mehr bekommen! Oder die Foyers sind des nächtens überhaupt zu.
Wien. Einen entsprechenden Bericht von ORF Wien-Heute am Montagabend bestätigten Sprecher der Post, der BAWAG und der Bank Austria nun. Post-Sprecher Markus Leitgeb verwies am Dienstag im Gespräch mit der APA auf den enormen Sachschaden, den die Täter bei zumindest zwei Sprengungen in Salzburg-Aigen und Wien-Donaustadt verursacht haben.
Bankomaten aus dem Betrieb nehmen
Das betrifft den Automaten, die Örtlichkeit, allfällige statische Probleme und den Ausfall im Betrieb von rund einer Woche, “deutlich ein sechsstelliger Betrag”, sagte Leitgeb. Daher habe man sich entschieden, “bis auf Weiteres” einige Bankomaten aus dem Betrieb zu nehmen. Die Foyers bleiben offen, die Bankomaten sind genau gekennzeichnet, sodass die Täter das sehen und “hoffentlich im besten Fall unverrichteter Dinge wieder abziehen”, sagte Leitgeb. Welche Bankomaten, wie viele und welche Art – ob nur in den Foyers aufgestellte oder auch im Freien zugängliche – das sind, wollte Leitgeb nicht näher erläutern.
Nächtliche Schließung als temporäre Maßnahme
Einen anderen Weg geht die BAWAG: “Eine wesentliche Maßnahme, die bei uns gerade in Umsetzung ist, ist die nächtliche Schließung unserer Foyers zwischen 22.00 und 5.00 Uhr”, hieß es in einem der APA übermittelten Statement. Die Schließung sei temporär, Geldausgabegeräte außerhalb der Filiale sind nicht betroffen.
Die Bank Austria erklärte, sie habe ihre Sicherheitsmaßnahmen weiter verstärkt. “Aus sicherheitsrelevanten Gründen” könne man aber grundsätzlich keine Auskünfte zu Details erteilen.