Auf unsere ÖSV-Ski-Ladies wartet ein spannendes Speed-Weekend in Kvitfjell mit einem Abfahrtsdoppel (Freitag und Samstag, jeweils 10.30 Uhr, live ORF1) und einem Super-G (Sonntag, 10.30 Uhr, live ORF1).
Auf die alpinen Ski-Frauen kommt in Kvitfjell ein wegweisendes Speed-Wochenende zu. Im Vierkampf um die Kristallkugel wird sich nach dem Abfahrtsdoppel am Freitag (ab 10.30 Uhr im Sport24-Liveticker) und Samstag (ab 10.30 Uhr im Sport24-Liveticker) bei dann noch zwei ausstehenden Rennen ein klareres Bild ergeben. Mit Cornelia Hütter mischt, anders als im Super-G am Sonntag (ab 10.30 Uhr im Sport24-Liveticker), auch eine österreichische Aspirantin in Jäger-Position mit. Die WM-Enttäuschung will die Steirerin abgeschüttelt haben.
Das Abschlusstraining am Donnerstag bot ein ungewohntes Bild. Als Zweite, nur 0,04 Sekunden hinter US-Weltmeisterin Breezy Johnson, präsentierte sich Hütter – für sie ungewöhnlich – weit vorne. “Wir haben beim Material etwas probiert und es war mir wichtig, dass ich für meinen Servicemann ein aussagekräftiges Statement abgebe. Deswegen habe ich es anders angelegt als sonst im Training”, sagte Hütter.
81 Punkte hinter Brignone
Die Heim-WM ohne Medaille habe sie mit klarem Blick analysiert. Drei Trainingstage am WM-Ort nach Ende des Großevents verliefen dann auch ganz nach ihrem Geschmack. Der Optimismus war bereits durch die Abfahrt (4.) sanft zurückgekehrt. Obwohl die “Blecherne” schmerzte, sei ihr da ein Schritt “heraus aus der Mini-Krise” gelungen, rekapitulierte Hütter am Donnerstag in Norwegen.
In Kvitfjell fühlt sie sich wohl. “Den Hügel mag ich seit dem ersten Mal 2011 im Europacup gern. Ich hoffe, dass es ein cooles Rennwochenende wird. Ich bin voller Energie.” Die gilt es in Ergebnisse umzumünzen, um die Titelverteidigung im Abfahrtsweltcup zu wahren. 81 Zähler liegt Hütter nach vier von acht Rennen hinter Federica Brignone und 52 hinter Sofia Goggia. Gut-Behrami hat 33 Punkte weniger.
Olympiabakken gutes Pflaster für ÖSV
Hütter betonte ihr Ziel, das rote Trikot der Wertungsführenden auch am Saisonende zu tragen. Von einer Vorentscheidung im Norden will sie jedoch nichts wissen. “Die Saison ist noch lange.” Ungeachtet dessen, läuft es im Super-G bereits auf einen Zweikampf zwischen Gut-Behrami und Brignone hinaus. Hütter hat hier als beste ÖSV-Läuferin bereits 198 Punkte Rückstand.
Der “Olympiabakken”, die Männer-Abfahrtsstrecke der Olympischen Spiele 1994, liegt den ÖSV-Frauen. In den jüngsten zwei Saisonen landeten die Speedpilotinnen in fünf Rennen sechsmal am Podest. Darunter gab es Super-G-Siege durch Hütter und Nina Ortlieb (jeweils 2023).
Puchner mit WM-Schwung, Venier krank
Als Super-G-Dritte hinter Hütter stand im Vorjahr auch Mirjam Puchner am Podest. Die Vizeweltmeisterin in der Abfahrt möchte den WM-Schwung in den Weltcup mitnehmen. “Es gab brutal viel Anteilnahme, viele Gratulationen. Es hat mich gefreut, dass ich bei der Heim-WM zeigen konnte, dass ich es besser kann.” Als Dritte (+0,06) gehörte sie im Abschlusstraining zu den Allerschnellsten. “Wichtig ist, dass ich die gewisse Lockerheit, die ich in Saalbach gefunden habe, auch weiter zeige”, sagte Puchner, die in der Weltcupsaison noch nicht besser als Neunte war. “Wenn ich das zeige, was ich bei der WM gezeigt habe, kommen die Ergebnisse von selbst.”
Stephanie Venier ließ das Abschlusstraining wegen Angina-Symptomen aus. Die Super-G-Weltmeisterin schonte sich in der Hoffnung auf Renneinsätze an einem Ort, an dem sie vor zwei Jahren eine dreijährige Podestsperre beendete. Christina Ager indes platzierte sich als Elfte (+0,76) neuerlich im Vorderfeld. Die Tirolerin hatte am Mittwoch als beste Österreicherin Platz fünf belegt.