David Alaba (32) kehrte nach 16 Monaten Verletzungs-Pause ins Team zurück und war sofort wieder der Chef.
Die 37. Minute im ausverkauften Happel-Stadion: Kapitän Alaba, mit viel Übersicht, schlägt einen 55-Meter-Steilpass in den Strafraum, wo Marko Arnautovic mit dem Kopf zur Stelle ist und zu Gregoritsch ablegt, der den Ball ins Tor zum 1:0 ins Netz zimmert.
485 Tage nach seinem letzten Auftritt im Nationalteam (beim 2:0-Sieg gegen Deutschland am 21. November 2023) gab Alaba ein eindrucksvolles Comeback für Rot-Weiß-Rot. “Er ist unser Kapitän, ein Führungsspieler”, hatte Nicolas Seiwald zum Alaba-Comeback gemeint. “Es ist eine andere Energie da.”
Da er seine türkise Aufwärmjacke dem Begleit-Kind geschenkt hatte, stach Alaba schon während der Bundeshymne und der Schweigeminute für seinen einstigen Team-Entdecker Didi Constantini († 69) optisch heraus.
“Fast wie eine Niederlage”
15 Monate nach dem Mitte Dezember 2023 erlittenen Kreuzbandriss ist Alaba (fast) schon wieder der Alte. Nach Anpfiff lieferte der Real-Madrid-Star ab: Vorarbeit beim Gregoritsch-Traumtor. Sicher in der Abwehr, Arbeit nach vorne. Beim Ausgleichstreffer durch Samardzic (61.) war Alaba schuldlos, kurz später bewahrte uns der Abwehrchef mit einer Weltklasse-Grätsche im Strafraum vor einem weiteren Gegentor.
“Sehr bitter”, kommentierte Alaba den Gegentreffer, der “wie aus dem Nichts” kam. “Es fühlt sich fast wie eine Niederlage an. Wobei 90 Minuten die bessere Mannschaft waren. Wir haben ein gutes Spiel gespielt. Wir können zufrieden sein, nur nicht mit dem Ergebnis.”