Musik. „Hallo, ich bin’s. Ich dachte: Vielleicht wäre es nach all den Jahren mal wieder Zeit für ein Wiedersehen“. Nach über achtjähriger Pause ertönten diese Grammy-dotierten Zeilen endlich wieder live in Europa. Am Freitag um 20.14 Uhr startete Pop-Göttin Adele mit der Gänsehaut-Hymne „Hello“ vor 74.000 Fans ihren bombastischen Rekord-Run in München. Das erste von gleich 10 Konzerten! oe24 war beim spektakulären Comeback live dabei.
Show. Auf Initiative des Grazer Veranstalters Klaus Leutgeb wurde ihr dafür um „einen dreistelligen Millionen-Betrag“ am Messegelände ein gigantisches Pop-Up-Stadion gezimmert. Samt 220 Meter großem Video-Screen. Die imposante Kulisse für ein magisches Konzert. Und doch nur gewaltiges Beiwerk: Adele hätte wohl auch nur im Kerzenschimmer überzeugt. So wurde ein großer Kino-Abend draus.
Witz. Aufgebrezelt im dunkelblauem Dior-Abendkleid von dem sie sich bald der Schleppe entledigte („Zu schwer!“) lieferte Adele einen knapp zweistündigen sympathischen Mix aus Hits und oft derben Witz. „Je betrunkener ihr seid um so besser bin ich“. Dazu dirigierte sie sogar den Antrag eines Schwulen-Pärchens.
„Sch** mich an“. Schon vor dem Auftritt zeigte sie sich mit Lockenwicklern am Megascreen. „Bis gleich. Ich sch**ße in mich fast an!“ Ein Satz den sie auch zwischen Hymnen wie „Rumour Has It“, „Easy On Me“ oder „Skyfall“ oft wiederholte. Ebenso ihre Ehrfurcht vor der Mega-Bühne: „Ist dieser Platz nicht fucking verrückt?“
Luxus. Bis 31. August lässt Adele nun jedes Wochenende gleich 9 weitere Konzerte in München folgen. Für insgesamt 740.000 Fans und bei einem erwarteten Umsatz von rund 150 Millionen Euro. Da kann sie sich mit ihrem Verlobten Paul Rich und Söhnchen Angelo (9) locker eine 452 Quadratmeter große XXXL-Suite samt Butler im Münchener Luxus-Hotel Rosewood leisten. Auch wenn ihr dafür satte 30.000 Euro verrechnet werden. Pro Nacht natürlich.


