Bei einem Lawinenabgang in Partenen im Montafon sind am Mittwoch zwei Mitglieder einer vierköpfigen Skitourengruppe verschüttet worden.
Während eine Person ihren Kopf selbstständig freilegen konnte, kam die andere etwa 80 Zentimeter unter der Schneeoberfläche zu liegen, informierte die Polizei. Die zwei unbehelligten Gruppenmitglieder setzten einen Notruf ab und begannen mit der Ausgrabung ihrer Kameraden. Die komplett verschüttete Person wurde erfolgreich wiederbelebt.
Die als erfahren geltende und aus Einheimischen bestehende Gruppe – drei Männer und eine Frau – stieg mit Tourenski vom Vermuntstausee über das Kromertal in Richtung Lobturm (2.867 Meter) auf. Während beim Abstieg die vorausgehenden zwei Alpinisten im Steilhang unterhalb des felsdurchsetzten des Lobturms warteten, nahmen die beiden nachkommenden Wintersportler Setzungsgeräusche in der Schneedecke wahr. Sie entschieden sofort, langsam und vorsichtig umzukehren. Doch bereits nach drei Schritten löste sich ein Schneebrett, das das Duo mitriss. Beide Personen wurden komplett verschüttet, eine aber konnte mit ihrer Hand ihren Kopf freilegen.
Die weiter unten wartenden Alpinisten verfolgten das Geschehen, wurden aber von der Lawine nicht erfasst. Sie setzten sofort einen Notruf ab und begannen, ihre Begleiter auszugraben. Es dauerte etwa 15 Minuten, bis sie zu dem 80 Zentimeter tief Verschütteten vordringen konnten. Anschließend führten die drei Freizeitsportler bis zum Eintreffen des Notarzthubschraubers Wiederbelebungsmaßnahmen durch. Nach erfolgreicher Reanimation und der Stabilisierung seines Zustands wurde der Mann mit dem Helikopter zur stationären Behandlung ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht. Laut behandelndem Arzt ist der Zustand des Verunglückten zwar stabil, der Ausgang könne jedoch noch nicht bestimmt werden. Der ebenfalls mitgerissene Tourengeher kam mit einer leichten Unterkühlung davon.