Unter mysteriösen Umständen wurde ein in Thailand lebender und mit einer Einheimischen (65) verheirateter Steirer tot aufgefunden. Der auf einen Rollator angewiesene Österreicher war 10 Tage vermisst gewesen – hatte er sich verirrt oder wurde Johann P. ermordet?
Provinz Phitsanulok. Wie thailändische Medien berichten, wurde die Leiche in Ban Khlong Ped Nuea, Dorf Nr. 4, in einem 4 Meter tiefen, kaum Wasser führenden Kanal eines Reisfeldes gefunden. Der fast unbekleidete Tote trug nur schwarze Shorts, einen schwarzen knielangen Strumpf am rechten Bein, daneben lagen seine Flipflops und eine Flasche Wasser. Von seinem Rollator oder einem Stock – ganz ohne Gehhilfe konnte der Senior nicht mehr unterwegs sein – fehlte weit und breit jede Spur.
Polizeibeamte kontaktierten daraufhin eine 65-jährige Thailänderin aus dem Unterbezirk Wang Pikun, die ihren Ehemann am 20. März als vermisst gemeldet hatte – sie und ihre Familie wollen seitdem nach dem abgängigen, angeblich an Alzheimer erkrankten 77-jährigen Johann P. – der aus Rottenmann in der Steiermark stammt – gesucht haben. Die Ehefrau konnte ihren Gatten unter heftigen Gefühlswallungen und Tränen identifizieren.
Obwohl vieles nach einem Unfall des dementen Österreichers aussieht, der leider zu spät entdeckt worden war, schließt die Polizei vor Ort auch ein Verbrechen nicht aus, wonach der Senior woanders getötet und dann dort abgelegt worden sein könnte. Für Letzteres spricht, dass ein Mann mit Geheinschränkungen kaum allein an den abgelegenen Ort mitten im zugewachsenen Dickicht hätte kommen können.
Der Tote wird jetzt im Phuttachin-Krankenhaus in Phitsanulok gerichtsmedizinisch obduziert.