Mikl-Leitner: Schenkung bedeutet den bisher “bedeutendsten Zuwachs im Bereich der Skulptur und Plastik”

Im Zuge einer Schenkung übersiedeln 19 monumentale Skulpturenmodelle des 2010 verstorbenen Bildhauers Bruno Gironcoli in die Landessammlungen Niederösterreich. Übergeben werden die Kunstwerke von Witwe Christine Gironcoli-Melichar. Diese Schenkung bedeute “den bedeutendsten Zuwachs im Bereich der Skulptur und Plastik seit Bestehen der Sammlung”, freute sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Donnerstag in einer Aussendung.

Monumentale Skulpturen – Übernahme dauert

Bis zur Schenkung verfügten die Landessammlungen bereits über 38 Werke (Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken) von Gironcoli, im Herbst 2023 wurde etwa die monumentale Skulptur “Figur V. flach mit drei Trauben” vor der Landesgalerie Niederösterreich in Krems aufgestellt. “Aufgrund der monumentalen Dimensionen, die Gironcolis wuchernden, prozessualen Kunstbegriff widerspiegeln, erfolgt die physische Übernahme im Verlauf dieses Jahres”, hieß es. Zudem wurden für fünf dieser Modelle Abgussrechte eingeräumt.

Gironcoli wurde am 27. September 1936 in Villach geboren. 1977 übernahm er die Professur Fritz Wotrubas an der Akademie der bildenden Künste und leitete bis 2004 die Meisterschule für Bildhauerei. 2003 vertrat er Österreich bei der Biennale in Venedig. Gironcoli gilt als einer der wichtigsten Vertreter der österreichischen Nachkriegskunst und als einer der maßgeblichen Erneuerer der österreichischen Skulptur.

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