Trotz sieben Ausfällen kämpfte Bayern München gegen Inter – Thomas Müller traf emotional zum Ausgleich. Doch Inter antwortete sofort: 2:1! Ein packendes Spiel mit bitterem Ende für die Bayern.
Die Bayern stehen nach dem Rückspiel mit dem Rücken zur Wand, zittern um ihr „Finale dahoam“.
Drei Tage nach dem verkündeten Abschied von seinem Langzeit-Club im Sommer erfüllten sich Müllers Hoffnungen auf einen Startelfeinsatz nicht. Für den verletzten Jamal Musiala startete Raphael Guerreiro, Laimer arbeitete auf der rechten Defensivseite.
So hatten die Hausherren in der ersten halben Stunde ein Übergewicht und spielten sich mehrmals Torchancen heraus. Die beste vergab Harry Kane, der aus halbrechter Position nur die Außenstange traf (26.). Inter kam danach besser ins Spiel, ein Schuss von Carlos Augusto ans Außennetz war der Vorbote zur Führung des CL-Finalisten 2023.
Nach schöner Kombination legte Marcus Thuram im Strafraum per Fersler auf Martinez ab, der den Ball mit dem Außenrist ins Tor schlenzte.
Emotionaler Müller-Treffer
Martinez hatte auch zu Beginn der zweiten Hälfte die bis dahin beste Möglichkeit, die aber Jonas Urbig vereitelte (55.). Danach spielten nur noch die Bayern, die durch Müller nach Vorarbeit von Laimer kurz vor Ende den verdienten Ausgleich bejubelten.
Der Angriffswille hatte aber seinen Preis: Davide Frattesi erzielte drei Minuten später nach einem Konter das zweite Tor für die Italiener, bei denen Marko Arnautovic auf der Bank saß. Damit war auch die erste Bayern-Niederlage nach 22 CL-Heimspielen ohne „Nuller“ zur Gewissheit.